Eines meiner Lieblingsprojekte als Fotografin ist, Menschen in ihrem eigenen Zuhause zu fotografieren. Zu Beginn verabreden wir ein Gespräch zum Kennenlernen und diese Plauderei wir oft länger als gedacht. Zusätzlich kann mir einen Eindruck von der Umgebung machen, in der ich fotografieren werde.


Und bereits kurze Zeit später treffen wir uns wieder zu dem eigentlichen Shooting, für das ich mir viel Zeit nehme. Gerade weil die Aufnahmen Zuhause entstehen, ist es mir sehr wichtig, dass sich die Menschen auf ihren Bildern wieder erkennen. Ich meine damit die Verbindung zur Wohnumgebung, die spürbar ist.


Anstelle von Kunstlicht bevorzuge ich das Tageslicht. Es gibt den Fotos zusätzlich einen natürlichen Charakter. Um das vorhandene Licht zu unterstützen, verwende ich professionelle LED Daylight Leuchten. Diese Lampen sind leicht zu transportieren und können Vorort unkompliziert mit Akkus betrieben werden.







Auch in der Nachbearbeitung versuche ich die Natürlichkeit zu erhalten, denn Bilder sollen aussehen, als hätte sie eine gute Freundin gemacht. Und am Ende eines Shootings stelle ich wieder fest, dass ich einen faszienenden Menschen kennenlernen durfte.






In Kanada ist die ungleiche Behandlung von Personen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung gesetzlich verboten.





















Die Gesellschaft Kanadas gilt als eine der liberalsten weltweit.

  • Carmen Lindlar

Ich liebe Obst und Gemüse. Wenn möglich kaufe ich es auf Märkten, in kleinen regionalen Geschäften oder direkt in den Hofläden der Obstbauern. Was für ein Glück wohne ich in einer Apfelregion und somit haben das Obst und ich kurze Wege. Es gibt hier viel biologische Landwirtschaft. Ist Landwirtschaft nicht immer biologisch und ökologisch? Leider nicht. Aber die meisten Leute werden wissen, was ich damit meine. Beim Einkauf ist dann ab und zu ein besonderes Schätzchen mit dabei, das mich an die Vielfalt erinnert.


Diese Schönheiten inszenieren sich eigentlich selbst. Ich unterstütze dann nur... In diesem Fall mit einem kleinen Stuhl. Mein Vater war in den 70iger Jahren Architekt für Schulen, Kindergärten und Industriebauten. Er hatte diesen Musterstuhl von einem Handwerksbetrieb zur Verfügung gestellt bekommen und ist mir heute eine liebe Erinnerung. Leider lebt mein Vater nicht mehr, aber ihm würde das Projekt APFEL AUF STUHL 2 sicher gut gefallen.



APFEL AUF STUHL 1

ist ein Stillleben, das an ein altes Gemälde erinnern soll.






In Kunstmuseen sehe ich mir gerne jahrhunderte alte Darstellungen an, die Lebens- und Nahrungsmittel aus der jeweiligen Epoche zeigen. Meist sind sie sehr realistisch gemalt und es gefällt mir, einen Eindruck der früheren Essgewohnheiten zu bekommen.





Im Nachbardorf wohnt ein altes Ehepaar, das auf auf deren Grundstück Apfel-, Birnen- und Nussbäume hat. Das Hoftor ist normalerweise geschlossen, nur zur Erntezeit steht es offen. Es ist schön, bei dieser Gelegenheit ein paar Worte zu wechseln. Letztes Jahr hat es genau in den Tagen sehr viel geregnet als die Walnüsse gesammelt werden mussten. Der Mann erzählte, dass es anstregend ist und dass er gerade seinen 80. Geburtstag hatte. Ich fragte ihn, ob er gefeiert hätte. Er sagte, dass an seinem Geburtstag jedes Jahr Erntezeit wäre und dass er darum an diesem Tag immer sehr beschäftigt sei. An diesem Tag habe ich sehr nachdenklich den Hof verlassen. Zusammen mit einem kleinen Sack voller Nüsse, zwischen denen ich später wieder einen kleinen Schatz entdecken sollte.